Liebe Leserin, lieber Leser, diese allgemeinen Informationen beginnen etwas anders als allgemein üblich. Zum Einen stehen am Beginn ein paar Zitate bekannter Künstler und in Erweiterung ein etwas anderer Ansatz zum Thema Fotografie .

  • "You can´t make music unless you have something to play, you can´t make music unless you have something to say" Willie Nelson, Country Singer & Songwriter

  • "Ohne Fotografie ist der Moment für immer verloren, so als ob es ihn nie gegeben hätte." Richard Avedon, Fotograf

  • "Die wahren Abenteuer sind im Kopf, sind sie nicht im Kopf, dann sind sie nirgendwo." André Heller, Künstler

  • "Nicht die Kamera ist das Werkzeug, sondern der Fotograf/ die Fotografin" Hans-J. Kammel, Fotograf

Ein Moment. Foto links ist ein Bildausschnitt, Foto rechts eine Erweiterung des Ausschnitts. Fotos für vergrößerte Darstellung anklicken.

In Statistiken und Berichten wird davon ausgegangen, dass bis zu 90 Prozent der Fotos keine Wiederverwendung finden. Sie "verschwinden" auf einem Speichermedium oder werden gelöscht. Dabei hatte man doch etwas ganz besonderes ins Auge gefasst und dieses fotografiert. Es war nur eine Kleinigkeit, die das Foto "verblassen" ließ - und damit auch ein Stück Erinnerung.

Eine der größten "Schwachstellen" der digitalen Fotografie ist die in sich gegebene Möglichkeit, Fotos am laufenden Band in fast unendlicher Zahl zu machen. Eine weitere das Verlassen auf Bildbearbeitungsprogramme. Die wirklich wichtigen Dinge und Grundlagen der Fotografie verschließen sich.

Stellen Sie sich vor, statt einem Speichermedium verwenden Sie das klassische Rollfilmmaterial. Allgemein üblich stehen Ihnen somit 36 Fotoaufnahmen zur Verfügung. Gleichzeitig übernimmt nicht der "Kamerabordcomputer" das Kommando, sondern Sie. Gerade auch weil Sie ein Bild mit Tiefe, angepasstem Tonwert und entsprechender Sättigung machen möchten. Diese Reduktion auf " alte Tugenden " und das Wesentliche ist sinnvoll ( siehe weiter unten im Text ).

Ein Bild entsteht nämlich im Kopf und die Augen sind "nur" das Objektiv mit einer Brennweite von ca. 50mm. Das Gefallen ist somit ein Gesamtergebnis von beidem verbundem mit der Bildgestaltung, den Farben und dem Blickwinkel. Auf Fototouren und in Workshops zeige ich Ihnen sehr gerne vielzählige Beispiele.

Was macht also ein gutes, interessantes, nachhaltiges Foto aus ?

Es gibt zahlreiche Publikationen die sich am sogenannten "goldenen Schnitt" ( aus der Mathematik ) als Basis orientieren. Das stelle ich in Frage. Gerade weil diese mathematische Betrachtung wichtige Bestandteile vernachlässigt : die Emotion, die Erinnerung, den Moment, das Sehen und Erkennen. Das Malen mittels Licht ( lat. pictura luce ) ist für mich, nebst dem Sehen, Gestalten und Erkennen die Kunst in der Fotografie. Die fotohandwerklichen sowie technischen Kenntnisse sind selbstverständlich eine Grundvoraussetzung

Etwas das man direkt in einer Kamera erschafft, gerne auch unter Verwendung von Objektivfiltern ( nicht die kamerainternen Filter und Gestaltungsprogramme gemeint ) wie zum Beispiel den UV-Filter* oder den Polfilter'`** - das ist die wahre Fotografie. So wie es wohl auch Richard Avedon wahrgenommen hat. Ihr Hans-J. Kammel

*UV-Sperrfilter, auch Dunst- oder Haze-Filter genannt. Er ist ein hervorragendes Universalfilter zur sichtbaren Verbesserung der Aufnahmen bei allen Filmsorten. Es absorbiert bei der Aufnahme den kurzwelligen Anteil des störenden Streulichtes, sodass bei vorhandenem Dunst eine differenziertere Wiedergabe der Umgebung möglich ist. Die durch UV-Strahlung und deren starke Streuung hervorgerufenen Unschärfen, wie auch eine zu bläuliche Motivwiedergabe (Blaustich) bei Fernaufnahmen, werden durch das farblose UV-Filter beseitigt bzw. neutral gedämpft. Und dieses ohne Belichtungsverlängerung.